LEBEN UND LICHT HEUTE

„Der Mensch lebt seit mindestens 100 000 Generationen auf diese Erde und ist, was das Licht betrifft, fast vollständig von der Sonne abhängig gewesen –bis vor etwa fünf Generationen Edison die Glühbirne entwickelte. Inzwischen hat die Forschung gezeigt, dass nur das volle Tageslichtspektrum das endokrine System des Menschen richtig stimuliert und das sich unerwünschte Nebenwirkungen einstellen, wenn der Mensch gezwungen ist, einen Großteil seiner Zeit unter künstlichem Licht zu verbringen, das nur einen begrenzten Teil des Tageslichtspektrums wiedergibt“ (James Winston, Benfield D.D.S).
Wir stehen nicht mehr mit „dem ersten Hahnenschrei“ bei Sonnenaufgang auf, arbeiten draußen an der Natur und gehen mit Sonnenuntergang zu Bett, oder verbringen die Abendstunden bei Feuer- oder Kerzenschein. Oft stehen wir schon viel früher auf, gerade an den kurzen Tagen der Winterzeit, arbeiten in meist unzureichend belichteten, häufig künstlich beleuchteten Gebäuden, verbringen die Abendstunden, lange nach Sonnenuntergang, ebenfalls wieder unter Kunstlicht, meist einem Licht, das erhebliche Mängel durch Lücken Spitzen (Peaks) in seinem Spektrum aufweist - was das bloße Auge bereits durch eine miserable Farbwiedergabe (Ra) wahrnimmt. Zudem setzen wir uns dieser krankmachenden Situation auch noch in völlig unzureichenden Beleuchtungsstärken aus. Mit den, nach der DIN für einen Büroarbeitsplatz empfohlenen, Beleuchtungsstärken von 500 Lux, befinden wir uns tagsüber sozusagen in einem Dämmerschlaf. Nachts hingegen konsumieren wir Licht und bleiben wach, anstatt, wie von der Natur vorgesehen, zu schlafen um zu regenerieren und unser Immunsystem zu aktivieren (Krebsvorbeugung). Dieses in der Nacht eingesetzte Licht besteht meist aus Wellenlängen in Intensitäten, welche die Melatoninproduktion unterdrücken und diese lebensnotwendige Regeneration unterdrücken.